Ein Blick in die Seifenküche

Wir stellen unsere Naturseifen per Hand und im traditionellen Kaltrührverfahren her. Dafür verarbeiten wir ausschließlich hochwertige, pflanzliche Öle und Fette aus kontrolliert-biologisch oder biologisch-dynamischem Anbau. 


Im Kaltrührverfahren werden Fette und Öle mit Natronlauge (NaOH) vermischt. Die festen Fette schmelzen wir vorher mit nur niedrigen Temperaturen um die pflegenden Eigenschaften der pflanzlichen Zutaten zu erhalten. Sind Fette, Öle und Lauge verrührt, kommt es zum Verseifungsprozess...

Kompromisslos natürlich

... und hier liegt das Geheimnis der handgemachten Seifen. Fette und Öle bestehen chemisch gesehen aus Fettsäuren und Glycerin. Dabei hängen sich an ein Glycerinmolekül drei Fettsäuremoleküle an. Beim Verseifen werden die Fettmoleküle aufgespalten. Sie verbinden sich jeweils mit einem Laugenmolekül und bilden zusammen ein Seifenmolekül, bestehend aus Säure und Base. Anders als in der Seifenindustrie, die das Glycerin aus der Seife zu weiterere Verarbeitung herauswäscht, bleibt das natürliche Glycerin aber beim Kaltprozess in unserer Seife erhalten und kann so seine wertvollen pflegenden Eigenschaften entfalten. Das macht kaltgerührte Seifen so viel sanfter und milder als industriell hergestellte. Anschließend fügen wir unsere duftenden ätherischen Öle hinzu. Wir  verwenden ausschließlich ätherische Öle (von Taoasis) aus reinem, wertvollem Pflanzenmaterial, das aus einem Demeter- oder Bio-Anbau stammt.

Die Seifenmasse wird anschließend in die vorbereiteten Formen gegossen und hat nun einige Stunden „Gelphase“ vor sich, in der sich der Seifenleim noch einmal erhitzt. Ist die frische Seife ausgekühlt, wird sie vorsichtig von Hand ausgeformt. Mit einem Seifenschneider wird jedes Seifenstück sorgfältig einzeln von Hand geschnitten, gestempelt und anschließend zum Reifen gelagert. So wird Stück für Stück begutachtet und gewogen.

Die noch junge Seife hat einen pH-Wert zwischen 11 und 12 und ist für den täglichen Gebrauch noch viel zu scharf. Chemisch gesehen ist ihr Verhalten sehr stark basisch. Nach wenigen Tagen sinkt der pH-Wert aber auf etwa 9 bis 8 herunter und wir erhalten eine wunderbar basische Naturseife. 


Das Nachreifen von mindestens 6 Wochen führt auch zum richtigen Durchtrocknen der Seife. Sie schrumpft dabei leicht, wird härter und etwas leichter. Alle paar Tage wird jedes einzelne Naturseifenstück von Hand im Reiferegal gedreht. So kann die Seife rundherum durchtrocknen. 


Ist die richtige Reifezeit erreicht, sind die Seifen versandbereit! Auch hier setzen wir natürlich auf Handarbeit! Bevor unsere Naturseifen in Papier eingeschlagen werden, werden sie mit Waage, Augen und Nase kontrolliert. Nur die besten Stücke verlassen unsere Herforder Naturseifen Manufaktur.

Ein Stück Zukunft

Jeder fängt mal klein an - so wie wir. Unsere Begeisterung für duftende Seifenstücke, die gut zu Haut und Gewässern sind, sollte überschwappen. Die Idee Naturseifen selber herzustellen kam – und blieb!